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Das Januar-Vorwort: Dampfplauderer

Liebe Leserinnen und Leser,
diesen Ausdruck kennt wohl jeder von uns und ebenso hat jeder sofort eine oder mehrere Personen vor Augen, auf die dieser Begriff zutrifft.
Viel Gerede bei wenig Inhalt oder kurz gesagt: Heiße Luft.
Der Volksmund kennt hierfür auch noch ganz andere Begriffe. Beispielsweise Schwätzer oder Plaudertasche, Schwafler, Phrasendrescher, Quasselstrippe oder Plapperer. Gemeint ist immer das Gleiche, nämlich jemand, der gern mit dem Mund vorwegmarschiert, aber nach oftmals vollmundigen, zumeist jedoch voreiligen Ankündigungen den sogenannten »langen Schuh« macht, sich also verdrückt.
Und natürlich habe auch ich bei diesem Begriff sofort gewisse Visionen, denke an bestimmte Talkshows und daran, wie dort miteinander umgegangen wird. Jemanden aussprechen zu lassen, gilt dort oft nicht als höflich, sondern eher schwächlich. Dabei haben wir das, soweit unsere Kinderstube nicht mit dem Rennwagen durchquert wurde, eigentlich einmal so gelernt und persönlich meine ich, dass es das Zuhören auch deutlich erleichtert.
Dampfplauderer haben jedoch auch weitere Eigenschaften, die sie nicht unbedingt für jedes Gespräch empfehlen.
Die eine Sorte der Dampfplauderer hört sich gern reden und ist so für gruppendynamische Prozesse eher ein Hemmschuh, da er – natürlich kann das auch eine »sie« sein – nur schwer in seinem Redefluss zu bremsen und noch schwerer zu steuern ist.
Doch es gibt auch die andere Plaudertasche. Das ist die, die es gut meint und uns an ihrer Erfahrung teilhaben lassen will. Auch diese Sorte Quasselstrippen dominiert das Gespräch, oftmals, ohne es selbst zu merken.
Es gibt dann aber auch noch eine dritte, ganz andere Gruppe von Erzählern, die ich erleben darf und worüber ich mich sogar freue, obwohl ich selber ganz gern mal quassele und grundsätzlich eine Menge zu erzählen weiß. Beispielsweise wenn es sich um meine Hobbys dreht, um Geschichte vielleicht oder um »meinen« Verein, was quasi dasselbe ist. Oder um Dinge, die mich besonders aufregen; Ungerechtigkeiten wären so ein Thema. Bei dieser dritten Gruppe von Erzählern handelt es sich oftmals übrigens um Menschen mit großer Lebenserfahrung, denen ich gern und mit Spannung zuhöre. Die sehe ich eigentlich immer als lebendige Geschichtsbücher, von denen nicht nur ich, sondern auch viele andere Menschen viel für ihr Leben lernen können und deren Erzählungen so besonders wertvoll sind.
Jetzt wagen wir schon einmal einen kurzen, verstohlenen Blick in das neue Jahr, besser in dieses Heft, welches wir noch ganz kurz vor Weihnachten für Sie zusammengestellt haben.
Wir erzählen die Geschichte der Medinger Straße weiter, freuen uns mit den Mitarbeitern der Bad Bevensen Marketing GmbH über die Verleihung des Zertifikats zur Qualitätsinitiative »ServiceQualität Deutschland« und ganz allgemein hoffen wir natürlich, dass dieses Jahr uns etwas weniger Katastrophenmeldungen, aber dafür viel Erfreuliches bringen möge.
Eine Vorschau auf das Faslam-Scheeten fehlt ebenso wenig wie ein Blick auf die Angebote der BBM oder des Bad Bevenser Kneipp-Vereins und, der alten Tradition folgend, findet sich gleich auf der Folgeseite das Grußwort der Samtgemeinde zum Jahresbeginn.
Der Förderverein unserer Bibliothek im Griepe-Haus ist ebenfalls schon wieder aktiv wie auch verschiedene andere Vereine, darunter der DRK-Ortsverein Altenmedingen oder auch der Verein der Förderer junger Pianisten in Niedersachsen e. V., der gemeinsam mit dem Kloster Medingen zu Konzerten der besonderen Art einlädt.
Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen jedenfalls viele erfreuliche Begegnungen und gute Gespräche – auch wenn es mal länger dauert . . . !
Ihr
Jürgen Schliekau, Herausgeber
Falls Sie Fragen an mich haben, erreichen Sie mich montags bis samstags in der Zeit von 9 bis 10 Uhr unter der Telefonnummer 0151 50 74 55 01.