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Das Oktober-Vorwort: Herbst- und Winterstunden

Liebe Leserinnen und Leser,

die aufregenden Tage des Spätsommers mit den Kommunalwahlen sind vorbei und allmählich kehrt wieder etwas Ruhe in den Alltag ein. Gleichwohl wurde direkt danach von den Kandidaten weitergearbeitet, denn die vielen Plakate mussten abgenommen und entsorgt werden. Und so lichteten sich die Laternenmasten und Zäune, das gewohnte Bild in der Stadt und den Dörfern wurde wieder hergestellt.

Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, sagte einmal: »Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.« Und somit herrscht Ruhe bis zur nächsten Wahl und wir können uns durch kühlere Herbsttage allmählich auf die dunklere und kältere Zeit des Jahres mit ihren anheimelnden Veranstaltungen und Festen vorbereiten. Auch im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon beginnen die Abschlussarbeiten zum Herbst, bevor schließlich die Dinge innerhalb der eigenen vier Wände die ihnen über die warmen Tage entzogene Aufmerksamkeit erfahren.

Das ist dann vielfach vonnöten, denn die Aktivitäten, vor allem natürlich Familienfeiern wie Weihnachten oder das kommende Silvester, werfen ihre Schatten voraus; und wer möchte schon erst auf den letzten Drücker mit allem beginnen?

Nebenbei hat es ja durchaus etwas für sich, wenn man bei manchmal auch mehr gräuslicherem Wetter im geheizten Wohnzimmer sitzt und im Bewusstsein, alles erledigt zu haben, für eine kurze Zeit Ruhe geben und Zeit mit der Familie verbringen kann. Unwillkürlich kommt mir dabei gerade der Gedanke an den Winterschlaf, wie ihn manche Tiere halten, wobei ich selbstverständlich keinen Vergleich ziehen und etwa mein Haus womöglich mit einer Bärenhöhle vergleichen möchte.

Wenn ich aus meinem Büro in der Kurzen Straße in unseren kleinen Garten und auf die Terrasse schaue, dann weiß ich natürlich auch, was noch so alles zu erledigen ist, sozusagen winterfest gemacht werden muss.

Nur meine Idee mit der eigenen Glüh­weinbude für meine Familie und Freunde habe ich noch nicht weiter anpacken können. Es ist einfach zu wenig Zeit für solche Vorhaben und so begnüge ich mich mit der Vorfreude darauf. Vielleicht probieren wir es einmal auf die einfache Weise mit Kochtopf und Herdplatte aus, wenn es so richtig knackig kalt ist. Es muss ja nicht immer Glühwein sein, auch ein heißer Punsch wärmt ordentlich durch. Und eine Feuertonne ist ja ebenfalls vorhanden.

Sie merken sicherlich: Auch wenn die Tage kälter sind und man eigentlich mehr drinnen sein möchte, packt es einen doch wieder. Ideen hat man ja genug, selbst wenn man weiß, dass die Zeit nicht reicht.

Mittlerweile wird es nun in der Stadt und den Gemeinden etwas ruhiger und so habe ich nicht gar so viele Veranstaltungen vor der Brust. Die besuche ich übrigens immer sehr gern und freue mich jedes Mal aufs Neue auf schöne Begegnungen.

Eine sehr anrührende Veranstaltung hatte ich kurz vor der Kommunalwahl, von der ich gern berichten möchte, ohne gleich einen ganzen Artikel daraus zu machen.

Das war der Besuch einer Reisegruppe aus Israel, die eine Woche in unserer schönen Stadt verbringen, sich erholen und die wundervolle Umgebung Bad Bevensens mit Ausflugszielen wie Lüneburg und Hamburg, aber auch Uelzen mit seinem Hundertwasserbahnhof erkunden wollten.

Die Gruppe, die früh am Morgen vom Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv abgeflogen ist und nach vierstündigem Flug und genauso langer Busfahrt neben den üblichen Verzögerungen in Bad Bevensen eintraf, war dann auch entsprechend neugierig und hat sich sehr über den Gruß gefreut. Es war für alle Seiten etwas Besonderes.

Doch nun erst einmal viel Vergnügen beim Lesen! Bleiben Sie uns gewogen.

Ihr

Jürgen Schliekau, Herausgeber

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Bevenser Nachrichten Oktober 2026