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Das April-Vorwort: Für die Gesellschaft

Herausgeber und Kommentator Jürgen Schliekau

Liebe Leserinnen und Leser,

die Sonne scheint und so langsam bricht sich das Frühjahr seine Bahn. Wenngleich es jetzt, so gut zwei Wochen vor Ostern – ja richtig, so aktuell sind meine Vorworte dann auch wieder nicht – nachts noch empfindlich frisch ist und man morgens noch manches Mal Raureif auf den Dächern sehen kann, lässt sich schon das eine oder andere zarte Grün blicken. Und das meine ich nicht politisch. Das muss man heute dazu schreiben, damit nicht wieder alles Mögliche hineininterpretiert wird.

Doch wenn wir schon abdriften in die politische Schiene, dann schauen wir doch mal auf das aktuelle Jahr. Zwei Landtagswahlen und zwei Kommunalwahlen haben in diesem Jahr bereits stattgefunden, zwei Landtagswahlen und eine Wahl zum Abgeordnetenhaus werden noch stattfinden und ebenso eine Kommunalwahl, nämlich hier in Niedersachsen am 13. September.

Genau für diese Kommunalwahl finden derzeit landauf, landab die Aufstellungsversammlungen statt, in denen sich engagierte Bürger in Parteien oder Wählervereinigungen zusammenfinden, um vorwiegend etwas für ihre Gemeinde zu tun.

Die Kommunen, die Gemeinden, Samtgemeinden und Landkreise sind die Schrittmacher der Demokratie, ihr Herzschlag, ihre reale Basis. Hier vor Ort sind es die Menschen, die genau wissen, wo der Schuh drückt. Und richtig wirkungsvoll ist das Tun, wenn es auch noch ideologiefrei vonstatten geht, was allerdings öfter nicht mehr so 

richtig funktioniert, weil etliche Menschen heute ihre Ideologie abseits von den wirklichen Erfordernissen wie einen Schutzschild vor sich her tragen. 

Gut, dass es immer noch Menschen gibt, die versuchen, das Gesamtbild im Auge zu behalten. Das ist nicht immer leicht, wie ich bereits in meinen letzten Vorwörtern angemerkt habe.

Besonders bemerkenswert bei diesem Einsatz ist die Tatsache, dass es – im Gegensatz zur Landes- oder Bundespolitik – ein unentgeltliches Wirken ist, denn mehr als eine Aufwandsentschädigung, die oft nicht einmal ausreicht, um die tatsächlichen Aufwendungen zu decken, erhalten die Ratsdamen und -herren nicht, auch wenn die Gerüchteküche natürlich ganz anderes zu wissen behauptet. Nein, das wirkliche Entgelt für dieses Tun besteht vielfach aus Anerkennung und nahezu noch öfter aus Genörgel, weil auch der Gemeinderat die Politik nicht so gestalten kann, wie es sich der einzelne Demo­kratieteilnehmer gerade so vorstellt.

Demokratie ist eben immer auch ein Kompromiss, die Suche nach der besten Lösung, nach Ausgleich zwischen den Einzelinteressen zum Wohle des Ganzen.

Und gerade vor Ort gibt es eine ganze Menge zu bedenken, kann sich doch so manche Entscheidung auf das soziale Gefüge unmittelbar auswirken.

Schön wäre es natürlich, wenn die Gemeinden besser unterstützt würden anstatt von Bund und Land in nahezu verantwortungsloser Art und Weise ausgeplündert zu werden. So manches Versprechen aus Bundes- und Landespolitik wird nämlich nicht etwa von dort bezahlt, sondern man bedient sich der Kommunen, die es dann richten dürfen – sowohl finanziell wie auch mit ihren Mitarbeitern.

Das macht es gerade für Landespolitiker sehr einfach, muss man sich doch nicht der Verantwortung für etwaige Steuererhöhungen stellen, die von der Kommune zur Erfüllung der politischen Wohltaten vorgenommen werden müssen.

Mich treibt so etwas immer wieder um, denn ich befürchte schon länger, dass es mit dem Vollkasko-Staat so nicht mehr weitergehen kann. Wie sagte es schon JFK in ähnlicher Form: »Frage nicht, was dein Staat für dich tun kann, sondern frage, was du für ihn tun kannst!« Vielleicht müssen wir in wirtschaftlich schwierigerer Zeit genau dies einmal reflektieren, statt unser Augenmerk ausschließlich auf uns selbst zu richten.

Doch jetzt viel Spaß beim Lesen! Wir stellen Ihnen in dieser Ausgabe auch die Konfirmanden 2026 vor – allerdings nur im Printmedium. Freuen Sie sich auf ein spannendes Magazin!

Ihr

Jürgen Schliekau, Herausgeber

Falls Sie Fragen an mich haben, erreichen Sie mich montags bis samstags in der Zeit von 9 bis 10 Uhr unter der Telefonnummer 0151 50 74 55 01.


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Bevenser Nachrichten April 2026